Nach der ayurvedischen Lehre ist die Leber mitsamt dem Magen-Darmtrakt und der Milz zuständig für den Stoffwechsel. (Leber und Milz gelten als eine Funktionseinheit.)
Hier wird die eingenommene Nahrung in den Nährsaft umgewandelt und zu den unterschiedlichen Geweben geleitet.

Die Leber ist der Hauptsitz des Dosha Pitta.

Dieses Dosha kann negativ beeinflusst werden durch falsche Ernährung und unvernünftige Lebensweise. Aber auch schwere und chronische Erkrankungen belasten den Stoffwechsel.

Dauert ein solcher Zustand an, so wird nur noch ein ungeeigneter Nährsaft hergestellt, oder wie dieser in Sanskrit heißt: „ama“ wird produziert.

Die Symptome für „ama“ sind: Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Völlegefühl, Unwohlsein, Blähungen, Verstopfungen, stinkender Stuhl.

Auch bei den spezifischen Leberzellentzündungen zeigen sich diese Symptome.

Bei den Leberzellentzündungen wird auch das Organ „Haut“ mit betroffen; die Farbe der Haut kann von sehr blass bis zu tiefem gelb variieren. Oft kommen auch noch sog. „Hautsternchen“ hinzu.

(In den ayurvedischen Texten finden sich die genauen Beschreibungen dieser Leberkrankheiten unter den Bezeichnungen „pandu“ und „kamala“.)

Bei der Therapie der Lebererkrankungen werden der gesamte Magen-Darmtrakt und der Gewebestoffwechsel mit einbezogen.

Das Ziel der Therapie ist, das angesammelte „ama“ zu beseitigen; d.h. die Ernährung muss in allen Aspekten auf die Krankheit abgestimmt werden.

Gleichzeitig muss das Verdauungsfeuer, „agni“ wieder angefacht und zu seiner optimalen Funktion gebracht werden.

Zur Therapie gehören auch bestimmte Kräuter, deren Wirksamkeit auch von der modernen Medizin voll anerkannt wird. (phyllantus amarus, glizerrhizia glabra, eclipta alba. Nach den Untersuchungen der modernen Medizin wirken diese Kräuter direkt auf die Viren der Leberzellenzündungen)

Besonders aber hat sich die Durchführung einer Panchakarma Kur in der Behandlung der Leberkrankheiten erwiesen.