Fibromyalgie ist ein Krankheit mit unterschiedlichen aber überwiegend schmerzhaften Symptomen an unterschiedlichen Körperstellen, oft auch in Zusammenhang mit funktionellen organischen und psychischen Beschwerden.

Nach ayurvedischen Wissen ist dies eine Vata Störung.

Die moderne Medizin definiert die Fibromyalgie:“ ... Sie ist eine chronische, nicht heilbare Erkrankung. Sie ist  durch weit verbreitete Schmerzen mit wechselnder Lokalisation in der Muskulatur, um die Gelenke und Rückenschmerzen und auch Druckempfindlichkeit sowie Begleitsymptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Konzentrations- und Antriebsschwäche, Wetterfühligkeit, Schwellungsgefühl und viele weitere Beschwerden charakterisiert“.

Diese Definition kommt der ayurvedischen sehr nahe; denn Vata ist die große Steuerungs Energie des Körpers. Vata steuert und kontrolliert auch die Energien Pitta und Kapha.

Eine Störung des Vata verursacht überwiegend Schmerzen. Die Schmerzen sind an solchen Körperstellen an denen Muskelansätze, Sehnen und Gelenke und Knochen zusammen kommen.

Schon vor zweitausend Jahren hat der altindische Arzt Sushrut solche schmerzenden Stellen beschrieben, die er „marma“ nennt. Diese „marma“ liegen immer in unmittelbarer Nähe von Knochen, Muskeln, Sehnen und Gelenken. Wenn ein „marma“ durch Krankheit oder Unfall betroffen wurde, so ist die Erkrankung zwar nicht tödlich, aber die Schmerzen sind –auch seiner Meinung nach- nicht heilbar.

Vata Störungen treten auf bei unregelmäßiger Lebensführung, unregelmäßigen Mahlzeiten, Abmagerungskuren, Stress, bei Konsum von Zivilisationsgiften (Tabak, Alkohol, Drogen) und im Zusammenhang mit anderen chronischen Erkrankungen.

Neben den Schmerzen als typisches Vata Symptom zeigen sich auch noch Verkrampfungen, Steifigkeit, Deformationen, aber auch Depressionen funktionelle Organ Störungen, Globusgefühl, ständiger Harndrang, Verstopfungen, Tinnitus, Verwirrtheit und andere.

Nach ayurvedischer Meinung ist Vata auch die Steuerungsenergie für die enge Verbindung zwischen Körper und Psyche; daher kommt es zu psychischen Störungen wie oben beschrieben.

Die Therapie ist ganz auf die Vata Störung abgestimmt.

Deshalb sofort die Beseitigung der Ursachen , -wie oben beschrieben-, soweit das möglich ist

(Regelmäßikeit der Lebensführung)

Wärmeanwendungen sind eine sehr gute Therapie für Vata Störungen; ist allerdings auch die Pitta Energie mit betroffen, so ist Wärme kontra indiziert.

Auch die Ernährung erfordert Regelmäßigkeit und sollte aus leicht verdaulichen, flüssigen (Suppen), nahrhaften und leicht fettigen Nahrungsmitteln bestehen.

Rohkost ist kontra indiziert.

Sport soll nur mäßig betrieben werden.

Die physikalische Therapie besteht aus warmen Ölmassagen, warmen Packungen und einer Einlauftherapie. Diese dient keinesfalls der Darmreinigung sondern der Beruhigung der Nerven. (Darmnerven bilden das zweite Gehirn des Menschen)

Die Einläufe werden mit Kräuterölen und Dekokten verabreicht.

Auch Stirnöl Güsse und Ganzkörper Ölgüsse und Kräuterbäder werden angewendet.

Phytotherapeutisch gibt man je nach Konstitution und Krankheitsstadium Einzeldrogen oder Kräutermischungen.